Liebe Leserinnen und Leser,
… irgendwie kann der Herbst etwas, was wir Menschen oft nicht besonders gut können: loslassen.
Die Bäume diskutieren nicht darüber, ob sie ihre Blätter fallen lassen.
Sie tun es einfach.
Und während wir noch überlegen, ob irgendwann der richtige Moment kommt, passiert etwas ziemlich Unverschämtes:
Das Leben geht einfach weiter.
Vielleicht ist genau deshalb der Herbst für mich weniger eine Jahreszeit des Abschieds als vielmehr eine des Neuanfangs.
Genau davon erzählt auch unsere neue Ausgabe.
Von Mut und Veränderung. Von der Kunst des Loslassens. Und davon, dass beides manchmal verdammt wehtun kann. Wie mir auch Hardy Krüger jr. in unserem sehr persönlichen Gespräch anlässlich seiner Theatertournee „Der Sohn“ erzählt hat. Auch er musste lernen, loszulassen – schmerzlich, ehrlich und auf eine Weise, die mich sehr berührt hat.
Auch Judith Sturm kann vom Loslassen erzählen. Sind ihre Werke doch ein wenig wie Kinder, die man irgendwann in die Welt ziehen lassen muss. Wohlgemerkt: sehr kostbare Kinder, die immer wertvoller werden.
Und genau hier wird Kunst plötzlich auch wirtschaftlich spannend. Kunst kann Vermögen bewahren, diversifizieren und an Wert gewinnen. In dieser Ausgabe schauen wir deshalb auch auf Kunst als Investment.
Und Thorsten Havener – Top-Mentalist, Menschenkenner und für mich einer der spannendsten Köpfe unserer Zeit – beeindruckt mich persönlich seit Jahren. Seine Gedanken über Loslassen, Wahrnehmung und darüber, wie unser Denken unser Leben beeinflusst, sind faszinierend. Und ganz nebenbei: Wir lachen jedesmal so sehr während unserer Talks.
Vielleicht bedeutet Loslassen aber auch, Prioritäten zu setzen.
Mit wem verbringen wir unsere Zeit? Worüber lachen wir? Was berührt uns? Und haben wir den Mut, Dinge zu tun, für die unser Herz brennt – unabhängig davon, was andere darüber denken oder wann angeblich der „richtige“ Zeitpunkt dafür ist?
Mein Team und ich wünschen Ihnen wunderbare Herbstmomente, Inspiration und vor allem kluge Entscheidungen. Und falls Sie gerade überlegen, ob Sie etwas tun sollten, das Sie schon ewig tun möchten:
Machen Sie es. Das Leben hat nämlich eine ziemlich schlechte Angewohnheit: Es wartet nicht.
Genießen Sie den Herbst. Und vor allem: Ihr Leben. Versuchen Sie es wenigstens…Mir zuliebe…
Mit herzlichen Grüßen,
Ihre Susanne Carina Autzen
Chefredakteurin






